Projekte


Die Buergschaft 8a (30 MB)
Die Buergschaft 8a (48,3 MB)

 


Märchenprojekt 5. Klasse

Märchen modernisieren

Die Erbsenprobe

Es war einmal ein König, der hatte einen einzigen Sohn, der wollte sich gern vermählen, und bat seinen Vater um eine Frau. „Dein Wunsch soll erfüllt werden, mein Sohn“, sagte der König, „aber es will sich nicht schicken, dass du eine andere nimmst als eine Prinzessin, und es ist gerade in der Nähe keine zu haben. Indessen will ich es bekannt machen lassen, vielleicht meldet sich eine aus der Ferne.“
Es ging also ein offenes Schreiben aus, und es dauerte nicht lange, so meldeten sich Prinzessinnen genug. Fast jeden Tag kam eine, wenn aber nach ihrer Geburt und Abstammung gefragt wurde, so ergab sich’s, das es keine Prinzessin war, und sie musste unverrichteter Sache wieder abziehen. „Wenn das so fortgeht“, sagte der Prinz, „so bekomm ich am Ende gar keine Frau.“ „Beruhige dich, mein Söhnchen“, sagte die Königin, „eh du dich versiehst, so ist eine da; das Glück steht oft vor der Türe, man braucht sie nur aufzumachen.“ Es war wirklich so, wie die Königin gesagt hatte.
Bald hernach, an einem stürmischen Abend, als Wind und Regen ans Fenster schlugen, ward heftig an das Tor des königlichen Palastes geklopft. Die Diener öffneten und ein wunderschönes Mädchen trat herein, das verlangte gleich vor den König geführt zu werden. Der König wunderte sich über den späten Besuch, und fragte sie woher sie käme, wer sie wäre und was sie begehre. „Ich komme aus weiter Ferne“, antwortete sie, „und bin die Tochter eines mächtigen Königs. Als eure Bekanntmachung mit dem Bildnis eures Sohnes in meines Vaters Reich gelangte, habe ich heftige Liebe zu ihm empfunden und mich gleich auf den Weg gemacht, in der Absicht seine Gemahlin zu werden.“ „Das kommt mir ein wenig bedenklich vor“, sagte der König, „auch siehst du mir gar nicht aus wie eine Prinzessin. Seit wann reist eine Prinzessin allein ohne alles Gefolge und in so schlechten Kleidern?“ „Das Gefolge hätte mich nur aufgehalten“, erwiderte sie, „die Farbe an meinen Kleidern ist in der Sonne verschossen, und der Regen hat sie vollends herausgewaschen. Glaubt ihr nicht, dass ich eine Prinzessin bin, so sendet nur eine Botschaft an meinen Vater.“ „Das ist mir zu weitläuftig“, sagte der König, „eine Gesandtschaft kann nicht so schnell reisen, wie du. Die Leute müssen die nötige Zeit dazu haben; es würden Jahre vergehen, ehe sie wieder zurück kämen. Kannst du nicht auf andere Art beweisen, dass du eine Prinzessin bist, so blüht hier dein Weizen nicht, und du tust besser, je eher je lieber, dich wieder auf den Heimweg zu machen.“ „Lass sie nur bleiben“, sagte die Königin, „ich will sie auf die Probe stellen, und will bald wissen, ob sie eine Prinzessin ist.“
Die Königin stieg selbst den Turm hinauf, und ließ in einem prächtigen Gemach ein Bett zurechtmachen. Als die Matratze herbeigebracht war, legte sie drei Erbsen darauf, eine oben hin, eine in die Mitte und eine unten hin, dann wurden noch sechs weiche Matratzen darüber gebreitet, Linnentücher und eine Decke von Eiderdunen. Wie alles fertig war, führte sie das Mädchen hinauf in die Schlafkammer. „Nach dem weiten Weg wirst du müde sein, mein Kind“, sagte sie, „schlaf dich aus: Morgen wollen wir weiter sprechen.“
Kaum war der Tag angebrochen, so stieg die Königin schon den Turm hinauf in die Kammer. Sie dachte das Mädchen noch in tiefem Schlaf zu finden, aber es war wach. „Wie hast du geschlafen, mein Töchterchen?“, fragte sie. „Erbärmlich“, antwortete die Prinzessin, „ich habe die ganze Nacht kein Auge zugetan.“ „Warum? Mein Kind, war das Bett nicht gut?“ „In einem solchen Bett habe ich mein Lebtag noch nicht gelegen, hart vom Kopf bis zu den Füßen; es war als wenn ich auf lauter Erbsen läge.“ „Ich sehe wohl“, sagte die Königin, „du bist eine echte Prinzessin. Ich will dir königliche Kleider schicken, Perlen und Edelsteine; schmücke dich wie eine Braut. Wir wollen noch heute die Hochzeit feiern.“

Die iPhone-Probe

Es war einmal in Amerika. Der Erfinder des iPhones hatte einen einzigen Sohn. Max, so hieß er, war so verrückt nach dem Zockerteil, dass er nichts anderes kannte. Eines Tages, als er gerade das zehnte Tor bei „FIFA“ auf seinem Handy geschossen hatte, wollte er sich plötzlich vermählen – vielleicht wollte er auch einfach nur ein bisschen Verehrung, wenn er einen Ball in den virtuellen Kasten ballerte.
Sein Vater, der Max alles gab, was er haben wollte, war sofort einverstanden. Max’ Mutter postete sofort auf Facebook: „Sohn des iPhone-Erfinders sucht eine Frau, die den ganzen Tag daddelt.“
Am nächsten Tag kamen viele Mädchen, aber immer stellte sich heraus, dass sie nichts mit einem elektronischen Gerät anfangen konnten. „Wenn das so weitergeht, bekomme ich nie eine Frau, die mit mir das neue iPhone ausprobiert!“, dachte Max. Eines Abends, in einer stürmischen Nacht, klingelte es auf einmal an der Tür der Familienvilla. Ein Bodyguard machte die Tür auf. Draußen stand ein wunderschönes Mädchen, das behauptete, Pauline, die Tochter eines Handyverkäufers zu sein. Außerdem teilte sie mit, dass sie den ganzen Tag zocken würde. Aber war das wahr? Nicht einmal ein Handy hatte sie dabei! Doch Max dachte: „Vielleicht hat sie ihr Handy einfach nur vergessen, das passiert mir ja auch manchmal.“ Plötzlich hatte Max eine klasse Idee: Er erzählte sie seinen Eltern, die sofort begeistert waren. Max reichte dem Mädchen Pauline ein iPhone, stellte „FIFA“ ein und sagte: „Du musst drei Spiele auf dem iPhone gewinnen, dann nehme ich dich zur Frau.“ Bei „FIFA“ schlug Pauline das iPhone ohne Probleme, „Temple Run“ war auch kein Thema. Das letzte Spiel schaffte das Mädchen sogar nur mit der linken Hand. Die Prüfung war überstanden und die zwei heirateten glücklich. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann zocken sie noch heute.

(Ben Hoyer, 5b)

Ein Märchen fortsetzen

Johann Peter Hebel: „Die drei Wünsche“

Ein junges Ehepaar lebte recht vergnügt und glücklich beisammen, und hatte den einzigen Fehler, der in jeder menschlichen Brust daheim ist: Wenn man's gut hat, hätt man's gerne besser. Aus diesem Fehler entstehen so viele törichte Wünsche, woran es unserm Hans und seiner Lise auch nicht fehlte. Bald wünschten sie des Schulzen Acker, bald des Löwenwirts Geld, bald des Meiers Haus und Hof und Vieh, bald einmal hunderttausend Millionen bayerische Taler kurz weg.
Eines Abends aber, als sie friedlich am Ofen saßen und Nüsse aufklopften, und schon ein tiefes Loch in den Stein hineingeklopft hatten, kam durch die Kammertür ein weißes Weiblein herein, nicht mehr als einer Elle lang, aber wunderschön von Gestalt und Angesicht, und die ganze Stube war voll Rosenduft. Das Licht löschte aus, aber ein Schimmer wie Morgenrot, wenn die Sonne nicht mehr fern ist, strahlte von dem Weiblein aus, und überzog alle Wände. Über so etwas kann man nun doch ein wenig erschrecken, so schön es aussehen mag.
Aber unser gutes Ehepaar erholte sich doch bald wieder, als das Fräulein mit wundersüßer silberreiner Stimme sprach: „Ich bin eure Freundin, die Bergfei, Anna Fritze, die im kristallenen Schloss mitten in den Bergen wohnt, mit unsichtbarer Hand Gold in den Rheinsand streut, und über siebenhundert dienstbare Geister gebietet. Drei Wünsche dürft ihr tun; drei Wünsche sollen erfüllt werden.“
Hans drückte den Ellenbogen an den Arm seiner Frau, als ob er sagen wollte: Das lautet nicht übel. Die Frau aber war schon im Begriff, den Mund zu öffnen und etwas von ein paar Dutzend goldgestickten Kappen, seidenen Halstüchern und dergleichen zur Sprache zu bringen, als die Bergfei sie mit auf gehobenem Zeigefinger warnte: „Acht Tage lang“, sagte sie, „habt ihr Zeit. Bedenkt euch wohl, und übereilt euch nicht.“

Fortsetzung

Plötzlich war die Fee weg. Sofort sagte die Frau: „Ein Pferdekarren aus Gold oder den Königsthron, haufenweise bayerische Taler, Unsterblichkeit oder… oder doch lieber die Weltherrschaft?“ „Ruhig, beruhige dich. Wir haben noch acht Tage Zeit“, antwortete Hans. Viele Ideen hatten sie in den folgenden Tagen und alle verwarfen sie wieder. Der Abend des achten Tages rückte näher und noch immer waren sie sich nicht einig, welche drei Wünsche sie nennen sollten. „Aber Gesundheit ist doch wichtig!“, sagte Lise. Doch Hans erwiderte: „Ja, aber Reichtum auch! Und wenn wir reich sind, können wir uns die besten Ärzte leisten.“ „Ich hab’s!“, rief Lise. „Wir wünschen uns, Könige zu sein, da haben wir alles, was wir brauchen.“ Gesagt, getan, der Wunsch erfüllte sich, aber nicht ganz so, wie die beiden es sich vorgestellt hatten. Mit prächtigen Gewändern und einer Krone auf dem Kopf saßen sie in ihrer Kammer, sonst hatte sich nichts geändert. „Na, dann brauchen wir halt noch das Schloss dazu, ich wünsche es mir“, sprach Hans laut aus. Gleich saßen sie in einem Schloss, in kostbaren Kleidern, hatten aber weder Geld noch Dienstboten noch ein Reich, das sie regieren konnten. Da rief Lise voller Enttäuschung: „Ach, Hans, wie haben wir zwei Wünsche verschwendet. Ich wünschte, wir hätte uns das nie gewünscht!“ O weh, da war es zu spät, sie saßen wieder in ihrem kleinen Häuschen vor dem warmen Kaminfeuer.

(Tim Henschel, 5b)

Lyrikwerkstatt 6. Klasse

Wortbilder
entstanden nach dem Prinzip von Frieder Stöckles Gedicht „Bäume“, dessen Abdruck der Verlag Beltz & Gelberg leider nicht erlaubt

Süßigkeiten

Muntermacher
Dickmacher
Hungerstiller
Inkaffeetunkbares
Kalorienbombe
Seelenerholungs
Zuckerflash
Süßigkeiten

(Liz Schneider)

Schule

Freizeittöter
Langeweilehersteller
Ferienbeender
Freundetreffpunkt
Schule

(Luis Ott)

Gummibärchen

Kalorienbombe
Farbstoffzufüger
Suchtmaschine
Zuckergranate
Gelatinemassengefäß
Geschmacksverstärker
Konservierungsmopp
Gummibärchen

(Constantin Wehr)

Blumen

Blütenblätter
Blütendach
Wurzelwald
Blätterwald
Blütenmeer
Gartenverschönerer
Luftreiniger
Erdverbraucher
Wasserverschwender
Blumen

(Cornelius Seiler)

„Was wir einmal vermissen werden“

Um das Jahr 2000 haben Autoren des ZEIT-Magazins Gegenstände oder Verhaltensweisen unseres alltäglichen Lebens ironisch begutachtet, die sie für überflüssig oder schädlich hielten und auf die wir ganz sicher „verzichten können“. Analog dazu, wurden im Deutschkurs Beispiele gesammelt, diese satirisch aufbereitet und unter dem Motto „was wir einmal vermissen werden“ zu so genannten Kurzessays ausgestaltet. Folgendes (in Auszügen) ist dabei herausgekommen…
Q 11 magda paschek

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Vorlesetag am GFE

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Der Schauspieler und Musiker Stefan Rieger aus Erlangen las am bundesweiten Vorlesetag am Fridericianum BALLADEN für die 7. Klassen vor

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Der ausdrucksstarke Vortrag beeindruckte und begeisterte die Zuhörerschaft!

Ulrike Pfeifenberger, FS Deutsch – Fotos: Susanne Segler

Vorlesetag mit Vorlesestunde: 10.-Klässler lesen für 5.Klässler!
Vorlesestunde zum nationalen Vorlesetag der Stiftung Lesen

„Kikeriki – unsere goldene Jungfrau ist wieder hie!“, schallt es mit verstellter Stimme wie Hahnenschrei durchs Klassenzimmer.
Passend zu den ersten Schneeflocken vor dem Fenster liest Luise ihren Mitschülerinnen und Mitschülern aus einem dicken Märchenbuch das Märchen „Frau Holle“ vor.
Genau, es handelt sich um die Jugendlichen der Klasse 10A, die Texte für die Vorlesestunde in der Klasse 5C auswählen.
Das Spektrum reicht von Märchen, über die Streiche von Max und Moritz aus dem großen Wilhelm Busch Album, und „Der kleine Tag“ von Wolfram Eicke bis hin zu den amüsanten Schulgeschichten des „kleinen Nick“ von Sempé und Goscinny.
„Wir lesen vor!“ - unter diesem Motto steht der bundesweite Vorlesetag der Stiftung Lesen und mit dieser Ankündigung betraten die Zehntklässler das Klassenzimmer der jüngsten Gymnasiasten. In kleinen Gruppen suchten sie sich dann in einem der Klassenzimmer bzw. im Schulhaus ein ruhiges Plätzchen um ihren persönlichen Vorleserinnen und Vorlesern und den für sie ausgewählten Geschichten lauschen zu können. Wo anfangs eine wissbegierige Fünftklässlerin noch skeptisch nachfragt, „Wofür soll das denn gut sein?“, sind nach wenigen Sätzen die Augen gebannt auf die Vorleserin gerichtet und alle Skepsis verflogen. Es ist nämlich sehr schön, vorgelesen zu bekommen, und sich die erzählten Welten vor dem inneren Auge auszumalen. Ebenso schön ist es, selbst vorzulesen. „Vorlesen verursacht Freude am Lesen und legt damit den wichtigsten Baustein zum Bildungserfolg!“, so Christine Haderthauer von der Stiftung Lesen.
Die Aktion zur Leseförderung soll helfen, die Vorlesekultur in Deutschland zu fördern, denn nur wer selbst positive Erfahrungen mit dem Vorlesen gemacht hat, wird diese wunderbare Tradition auch selbst weitergeben.
Gespannte Mienen bei den Kleinen, wissendes Schmunzeln bei den Großen. Gebannt blicken die Schülerinnen auf ihre Vorleser.
Dabei waren die Stile der Vorlesenden ähnlich vielfältig wie die ausgewählten Geschichten.

Starke Gefühle!

Projekt Erzählmittel
Klasse 5b: Visualisierung von Erzählmitteln im Fach Deutsch mit Christine Lohberger

Lyrikparodien der 10b

Nicht in jedem Fall stößt die Beschäftigung mit Lyrik bei allen SchülerInnen der 10ten Klassen auf die allergrößte Gegenliebe.
Bei den allermeisten ja schon, was der hervorragenden Qualität der dargebotenen Texte (Goethe, Brecht), der vorzüglichen Qualität der Schüler (GFE-Schüler!) und der hervorglänzenden Qualität des Deutschunterrichts in Bayern unter den Bedingungen des G8 zuzuschreiben ist (Ja, wir leisten Großes!). Mehr

Fächerübergreifendes Projekt zum Holocaust.

In einem fächerübergreifenden Projekt (Deutsch/Geschichte) hat die Klasse 9b die Geschichte des 2. Weltkrieges, die Besetzung Polens und den systematischen Völkermord an europäischen Juden durch die Nationalsozialisten erarbeitet. Der anspruchsvolle preisgekrönte, autobiographische graphische Roman "MAUS" (also ein Comic) von Art Spiegelman bildete den Ausgangspunkt für diese Auseinandersetzung. Die Sequenz endete nach dem Besuch der Klasse im Konzentrationslager Dachau am 4. Februar.

Betreut wurde das Projekt von Herrn Oliver Krebs.

promaus