Ovid-Experiment

Ein Projekt der Klassen 9b und 9c im Rahmen des Lateinunterrichts

Ovids „Ars amatoria“ ist Pflichtlektüre für die 9.Klassen in Latein.
Endlich eine Lektüre, die alltagstauglich ist.
Wie lerne ich ein Mädchen kennen? Wie spreche ich es an?
Wie kann ich ihre Gunst gewinnen?
Diese Fragen werden von Ovid, dem Kenner in Sachen Liebe, durch praktische Tipps beantwortet.
Und dies regt natürlich zum Nachahmen an:
So machen sich 17 Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Frau StDin Sabine Köstler-Kilian auf in die Erlanger Innenstadt, um die Brauchbarkeit dieser Verhaltenstipps, am lebenden und nichtsahnenden Objekt, zu testen.
Wird es klappen? Wie werden fremde Frauen und Männer reagieren?
Die Briefe sind vorbereitet und individuell auf die potentiellen Empfänger abgestimmt.

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Briefbeispiel 1

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Briefbeispiel 2

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Schüler der Klasse 9b und 9c … die Briefe warten auf ihre Empfänger

Das Team ist aufgehübscht. Denn man will ja Eindruck machen.
Und so wird es am 24. April 2015 Nettigkeiten und Komplimente regnen, die das Team in Form von Briefen oder mündlichen Komplimenten an Unbekannte verteilt.

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Das Ovid-Dream-Team 1 (Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b und 9c)

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Das Ovid-Dream-Team 2 (Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b und 9c)
Fotos: Sabine Köstler-Kilian

Minitheaterstück Klasse 5 b

Minitheater 5b - Gruppenbild Start
Der beleidigte Senator
Latein mit Felix, hersg. v. Cement Utz und Andrea Kammerer: Lektionstext 7
Ein Unterrichtsprojekt der Klasse 5b des Gymnasium Fridericianum Erlangen unter der Leitung von StRin Clarissa Imhof

Minitheater 5b - 1
Während sich die Eltern und die Kinder gegenseitig von ihren Erlebnissen und Einkäufen erzählen, hören sie plötzlich lautes Rufen.

Minitheater 5b - 2
Servi vocant: „Date locum!“
Sklaven rufen: „Macht Platz!“

Minitheater 5b - 3
„Date locum! Salutate senatores!“
„Macht Platz! Grüßt die Senatoren!“

Minitheater 5b - 4
„Salutate imprimis Licinium senatorem!“
„Grüßt vor allem den Senator Licinius!“

Minitheater 5b - 5
Servi lecticam portant.
Die Sklaven tragen eine Sänfte.

Minitheater 5b - 6
Turba statim locum dat.
Die Menschenmenge macht sofort Platz.

Minitheater 5b - 7
Nam Marcus Licinius Calvisius senator curiam petit.
Denn der Senator Marcus Licinius Calvisius eilt zur Kurie (zum Sitzungssaal des Senats).

Minitheater 5b - 8
Dum servi lecticam deponunt, …
Während die Sklaven die Sänfte niederlegen, …

Minitheater 5b - 9
… populus accedit et senatorem salutat: “Salve!”
… kommen die Leute herbei und grüßen den Senator: „Sei gegrüßt!“

Minitheater 5b - 10
„Salve, senator! Salve!“
„Sei gegrüßt, Senator! Sei gegrüßt!“

Minitheater 5b - 11
Tum senator servos dimittit.
Dann entlässt der Senator seine Sklaven.

Minitheater 5b - 12
Statim servi descedunt;
Sofort gehen die Sklaven weg;

Minitheater 5b - 13
Senator dominas et dominos salutat.
Der Senator grüßt die Damen und Herren.

Minitheater 5b - 14
Denique mercatores salutat.
Schließlich grüßt er die Kaufleute.

Minitheater 5b - 15
Subito tacet. Cur tacet?
Plötzlich schweigt er. Warum schweigt er?

Minitheater 5b - 16
Quid videt? Videt signa et verba: signa et verba senatorem violant.
Was sieht er? Er sieht Gekritzel und Worte: das Gekritzel und die Worte kränken den Senator.

Minitheater 5b - 17
Nunc populus clamat: „Hahahae! Senator calvam et comas quaerit! Ubi sunt comae? Ubi est calva?”
“Calvisius Calvus! Spectate senatorem!”
Nun johlt das Volk: „Hahaha! Der Senator sucht sein Gehirn und seine Haare!
Wo sind seine Haare? Wo ist sein Gehirn?“
„Calvisius, der Glatzkopf! Schaut euch den Senator an!“

Minitheater 5b - 18
Licinius Calvisius clamorem non iam sustinet; itaque statim curiam intrat.
Licinius Calvisius erträgt das Geschrei nicht länger; daher betritt er sofot das Rathaus (den Sitzungssaal des Senats).
 
Finis
Ende