Schulprofil

Das Humanistische Gymnasium

Es vermittelt mit einer Akzentuierung der Sprachen einen möglichst ausgewogenen Einblick in alle Bildungsbereiche. Hierbei hat sich Latein als gemeinsame Muttersprache Europas im Gymnasium rein humanistischer Prägung bewährt:

  • als breite Basis für das weitere Erlernen moderner europäischer Fremdsprachen
  • zusammen mit dem Griechischen als Schlüssel zum Verständnis europäischer Geschichte, Philosophie und Kultur.

So werden individuelles Selbstverständnis und differenzierte Denkweisen der Europäer aus den Wurzeln der Antike erschlossen und der Blick für ein modernes, tolerantes Europa geschärft (“Schule ohne Rassismus”).

Das Humanistische Gymnasium ist im Sinne der heute wieder erhobenen Forderung nach Allgemeinbildung statt Spezialisierung eine bislang am wenigsten spezialisierte und differenzierte Gymnasialart. Die Folge ist, dass die Schüler von der 5. bis zur 10. Klasse grundsätzlich in ihrer Klassengemeinschaft zusammenbleiben, weil die Klassen nicht immer wieder neu gebildet werden müssen (z.B. bei der Wahl verschiedener Fremdsprachen oder Ausbildungsrichtungen).

Da das Fridericianum das kleinste der Erlanger Gymnasien ist, sind die Voraussetzungen für die Ausbildung in einer Atmosphäre der gegenseitigen Vertrautheit besonders günstig. Ein harmonisches Zusammenspiel aller Mitglieder der Schulfamilie zugunsten der uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler ist uns ein zentrales Anliegen.

Beim Bestreben um die Vermittlung möglichst allgemeiner Bildung ohne zu frühe Spezialisierung haben die Alten Sprachen eine wertvolle Aufgabe. Dabei kommen freilich die modernen Fremdsprachen und die Naturwissenschaften keineswegs zu kurz.

Gute Kontakte zur Universität und zur Wirtschaft belegen unter vielem anderen unsere Schulpartnerschaften mit der Rechtsanwaltskanzlei Bissel + Partner, der Firma Staedtler und der technischen Fakultät und dem sportwissenschaftlichen Institut der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg.

Im Rahmen der Seminarausbildung werden Studienreferendarinnen und Studienreferendare in den Fächern Deutsch, Latein, Griechisch, Englisch, ev. Religionslehre und Sport/m auf den gewählten Beruf vorbereitet.

Sprachenfolge:

5. Jahrgangsstufe: Latein
6. Jahrgangsstufe: Englisch
8. Jahrgangsstufe: Griechisch

In der 10. Jahrgangsstufe kann als spät einsetzende Fremdsprache Spanisch gewählt und dafür die 1. oder 2. Fremdsprache abgelegt werden (vgl. Stundentafel für die Jahrgangsstufen 5 bis 10).

Weitere Profilbausteine:

  • Implementierung eines Methodenkonzepts zur Sicherung einer kontinuierlichen und aufeinander aufbauenden Methodenkompetenz und sozialen Kompetenz in allen Jahrgangsstufen:
    Dabei werden die fünf Grundbausteine Selbstmanagement, Informationsbeschaffung, Präsentationstechnik, Kommunikation/Gesprächsführung und soziales Lernen von der fünften Klasse an in allen Fächern gelegt und sukzessive bis zum Beginn der Oberstufe erweitert und vertieft.
  • Folgende Wahlfächer werden in verschiedenen Jahrgangsstufen angeboten:
    Französisch, Spanisch, Chor, Orchester, Kammermusik, Bigband, Informatik, physikalische Übungen, Theater, Sport (u.a. Stützpunktschule Handball), Kurse in Erster Hilfe, kreatives Schreiben; zusätzliche Aktivitäten wie Schülerzeitung ("humblatt"), Teilnahme an Wettbewerben, wie "Jugend forscht", "Jugend musiziert", "Jugend debattiert", Bundeswettbwerb für Alte und Neue Sprachen, Gesundheitserziehung, Mediatoren für Streitschlichtung, Tutoren, Multiplikatoren für die Sucht-und Gewaltprävention, "cool rider", Bienenschule etc.
  • Für das kommende Schuljahr ist wieder die Einrichtung einer (freiwilligen) Bläserklasse geplant. Dies ist ein für die fünfte und sechste Jahrgangsstufe angelegter Klassenmusizierkurs statt des normalen Musikunterrichts.
  • Regelmäßige Schüleraustausche finden mit der Highsted Grammar School in Sittingbourne (England/Graftschaft Kent) und mit der Schule Nr. 17 in Wladimir (Russland) statt; Kontakte bestehen zu Guadalajara (Spanien), San Carlos (Nicaragua) und Haifa (Israel).
  • Die Mittagsverpflegung ist durch einen Caterer, der in mehreren Schulen Erlangens tätig ist, gesichert. Für Kinder, die ganztägig versorgt werden müssen, ist eine offene Ganztagesschule eingerichtet.
  • Modusmaßnahmen: z.B. Stärkung des mündlichen Sprachgebrauchs in Deutsch und Fremdsprachen.
  • Pluskurse als Anreicherungsprogramm für besonders begabte Schüler.
  • Elektronisches Kommunikationssystem (ESIS)

Die Schulleitung und alle Kolleginnen und Kollegen wünschen Ihren Kindern einen erfolgreichen Abschluss in der Grundschule und eine gute Entscheidung für den Eintritt in das Gymnasium.

Stundentafeln für die Jahrgangsstufen 5 bis 10

Humanistisches Gymnasium
  Jahrgangsstufen
Pflichtfächer 5 6 7 8 9 10
Religionslehre/Ethik 2 2 2 2 2 2
Deutsch 5 4 4 4 4 3
Latein 5 4 3 3 3 3
Englisch - 4 4 4 3 3
Griechisch - - - 4 4 4
Mathematik 4 4 4 3 4 3
Physik - - - 2 2 2
Chemie - - - - 2 2
Biologie - - - 2 2 2
Natur und Technik 3 3 3 - - -
Geschichte,
in der 10. Jgst.: Geschichte + Sozialkunde
- 2 2 2 2 1+1
Geographie 2 - 2 2 - 2
Wirtschaft und Recht - - - - 2 2
Kunst 2 2 2 1 1 1
Musik 2 2 2 1 1 1
Sport 3 3 3 2 2 2
Intensivierung (verpflichtend) 2 2 1 - - -
Summe 30 32 32 32 34 34
Intensivierung1 (freiwillig) 1 1 1 2 2 2

1 Im Rahmen der von der Kultusministerkonferenz vorgegebenen 265 Wochenstunden sind von den Schülerinnen und Schülern mindestens fünf Studen ggf. unter Berücksichtigung des Wahlunterrichts individuell zu wählen (freiwillige Intensivierungsstunden).