Schülerförderung

Konzept
Eigenverantwortliche Schule: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft

 
Leitsätze

Elternhaus und Schule sind bestrebt, die schulische und persönliche Entwicklung des Kindes zu fördern.

  • Lehrer und Eltern ergänzen und unterstützen sich in ihrer jeweiligen Erziehungsarbeit.
  • Gegenseitige Achtung und Wertschätzung sind dafür unabdingbar.
  • Der Aufwand für einzelne Aktivitäten der Elternarbeit muss in einem angemessenen Verhältnis zum Mehrwert stehen.
Schulspezifische Gegebenheiten

Das Gymnasium Fridericianum Erlangen ist ein humanistisches Gymnasium. Es ist das kleinste Gymnasium in Erlangen. Die Elternschaft weist einen hohen Anteil akademisch geprägter Familien auf, häufig verbunden mit der Berufstätigkeit beider Elternteile. Die Eltern zeigen sich in ihrer Mehrheit anspruchsvoll, sind aber gleichzeitig bildungsaffin und legen großen Wert auf eine gediegene Schulbildung ihrer Kinder. Der Elternbeirat steht hinter den Bildungszielen des humanistischen Gymnasiums und ist in sehr hohem Maße bereit, sich für die Interessen der Schule einzusetzen. Deshalb ist die Einbindung des Elternbeirats in Fragen der Schulentwicklung eine Selbstverständlichkeit.

Ziele und Maßnahmen zur Umsetzung der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft

 
Qualitätsbereich Gemeinschaft
Ziele:
  • Alle Schüler und Lehrer fühlen sich an der Schule willkommen.
  • Lehrer, Schüler und Eltern tragen gemeinsam zur Gestaltung der Schule als Lebensraum bei und stärken so die Identifikation mit der Schule.
Maßnahmen:
  • Informationen über die Schule: Info-Abend für die zukünftigen Fünftklässler, Begrüßungs-Mappe, Anstecker mit Schullogo
  • Umsetzung der Lex Fridericiana im Schulalltag
  • Informelle Kontakte
  • Gemeinsames Sommerfest (organisiert von Lehrervertretung, SMV und Elternbeirat)
  • Halbjahresbuffet des Elternbeirats für Schüler und Lehrkräfte
  • Gemeinsame Konzerte, Theateraufführungen, Bälle, Projekte (z.B. Griechenlandabend der 7. Klassen)
  • Regelmäßige Beteiligung des Elternbeirats bei Schulveranstaltungen (Elternabenden, Lehrerkonferenzen, Konzerten etc. )
  • Regelmäßige Vorträge externer Referenten im Rahmen der Reihe „Humanistischer Dialog“
  • Schaffung eines Zusammengehörigkeitsgefühls durch Schulkollektion (Ausführung durch SMV)
  • Regelmäßige Treffen ehemaliger Abiturienten
Anmerkungen und Ausblick:

Durch die zahlreichen gemeinsamen Veranstaltungen ist eine regelmäßige, zwanglose und vor allem problemunabhängige Begegnung zwischen Lehrern und Eltern möglich, so dass dieser Bereich durchwegs sehr positiv wahrgenommen wird.
Handlungsbedarf wird jedoch in der Hinsicht gesehen, dass sowohl bei Lehrern wie bei Eltern eine breitere Beteiligung und damit Akzeptanz geschaffen werden sollte.

Qualitätsbereich Kommunikation
Ziele:
  • Kontaktaufnahme und Kontakt zwischen Lehrern und Eltern sollen erleichtert werden, so dass der beidseitige Austausch zur Sicherung des schulischen Erfolgs des Kindes beitragen kann.
Maßnahmen:
  • Informationen über die Schule
  • Elternbriefe über ESIS
  • Regelmäßig aktualisierte Homepage
  • Informationsveranstaltungen und Elternabende für bestimmte Jahrgangsstufen und zu einzelnen Themen
  • Schülerversammlungen unter Beteiligung von Elternbeirat und Schulleitung
  • Regelmäßige Besprechung wesentlicher Themen im Schulforum
  • Wöchentliche Sprechstunde der Lehrkräfte, die bei Bedarf nach Absprache auch flexibel gehandhabt wird.
  • Telefonsprechstunde
  • Elternsprechabende
  • Beratungsangebote der Schulpsychologin, Beratungslehrkraft und der sozialpädagogischen Fachkraft
  • Beratungssprechstunde für Eltern von Fünftklässlern durch eine Grundschullehrkraft („Lotse“)
  • Kompetenzsteigerung der Lehrkräfte in Sachen Gesprächsführung (Fortbildung zum Führen von Dreiergesprächen und Konfliktgesprächen)
  • Elternbeiratssitzungen
  • Teilnahme von Elternbeiräten und Schülervertretern an Lehrerkonferenzen
  • Elternbeiräte als Ansprechpartner für einzelne Fächer/Fachbetreuer
  • Klassenelternsprecher
  • Informelle Treffen (z.B. „Elternstammtisch“)
Anmerkungen und Ausblick:

Das übliche Repertoire an Kontakt- und Austauschmöglichkeiten ist an der Schule fest etabliert.
Die traditionelle Form des Elternsprechtages jedoch stößt mit der 7-Minuten-Taktung an ihre Praktikabilitäts- und Kapazitätsgrenzen.

Qualitätsbereich Kooperation
Ziele:
  • Optimierung der Zusammenarbeit von Lehrern, Eltern und Schülern für eine erfolgreiche Lern- und Persönlichkeitsentwicklung der Schüler
  • Aufeinander abgestimmte Maßnahmen zur Unterstützung von Lern- und Erziehungsprozessen
Maßnahmen:
  • Informations- und Beratungsangebote
  • Schülerversammlungen
  • Gemeinsame Beratung von Schulleitung, Lehrkräften, SMV und Sachaufwandsträger im Schulforum
  • Beratungsangebote der Schulpsychologin und der Beratungslehrkraft
  • Schüler helfen Schülern: Unterstützungsangebot von Schülern für Schüler
  • Ausgefeiltes Methoden- und Intensivierungskonzept
  • Professionelles Konzept der Individuellen Lernzeit
  • Teilnahme von Elternbeiräten und Schülervertretern an Lehrerkonferenzen
  • Elternbeiräte als Ansprechpartner für einzelne Fächer/Fachbetreuer
  • Eltern bringen ihre vielfältigen Qualifikationen für das schulische Geschehen, aber auch für das Zusammenwirken der Eltern untereinander ein.
  • Kooperation Freundeskreis - Elternbeirat
Anmerkungen und Ausblick:

Gerade die Überschaubarkeit unserer Schule macht es leichter, dafür zu sorgen, dass der Einzelne in der Menge nicht untergeht.
Jungenförderung ist dazu ein aktuelles Stichwort. In mehrerlei Hinsicht gelten sie als so genannte „Bildungsverlierer“. Auch am Gymnasium steigt der Anteil der Buben, deren schulische Leistung und/oder Verhalten Probleme bereitet. Nicht nur in puncto Unterrichtsmethodik muss man sich deshalb Gedanken machen, wie wir speziell die Buben für Lerninhalte stärker begeistern können. Auch in der Elternarbeit sollte dieser Aspekt stärker in den Fokus gerückt werden.

Qualitätsbereich Mitsprache
Ziele:
  • Eltern, Lehrer und Schüler tragen gemeinsam zur Weiterentwicklung des Schulprofils bei.
  • Elternarbeit soll über den Elternbeirat hinaus auf eine breitere Basis gestellt werden.
Maßnahmen:
  • Die gemeinsame Weiterentwicklung des Schulprofils findet unter Beteiligung der gesamten Schulfamilie statt.
  • Schülerversammlungen
  • Besprechung von Schüler- und Eltern-Anliegen im Schulforum
  • Vielfältige Aktivitäten der SMV
  • Regelmäßige gemeinsame Besprechungen der Schulleitung mit den Schülersprechern
  • Klassenelternsprecher in allen Klassen und Jahrgangsstufen
  • Aufbau eines Elternnetzwerkes
  • Kontakt zu Eltern anderer SchulenEvaluation der Elternarbeit
Anmerkung:

Aufgrund der hohen Beteiligung und Teilnahme der Eltern und Schüler ist in diesem Bereich eine hohe Zufriedenheit festzustellen.