Gymnasium FridericianumGymnasium Fridericianum Erlangen
Humanistisches Gymnasium
 Sprachenfolgen: 5. Klasse Latein, 6. Klasse Englisch, 8. Klasse Griechisch, 10. Klasse Spanisch als späteinsetzende Fremdsprache

Startseite        Schule        Schulleben        Veranstaltungen        Service        Kontakt        Impressum

Schule

Fachkollegium

Fachprofil

Aktuelles

Aktivitäten

 

Aktivitäten

Der Beitrag des Gymnasium Fridericianum zur Ausstellung im Stadtmuseum Erlangen
flyer_vorderseite
Am 19.09.2010 öffnete das Stadtmuseum Erlangen wieder einmal seine Pforten mit einer neuen Ausstellung. Das Thema der diesjährigen Jahresausstellung lautet: „Kindheit und Jugend im Wandel“. Hier zeigt das Museum die geschichtliche Entwicklung der Bildungsstätten und die verschiedenen sozialen und gesellschaftlichen Situationen der Jugendlichen während der letzten 300 Jahre in Erlangen. Von den Anfängen der ersten Knabenschulen, über die Einführung von einheitlichen Schulen für Mädchen und Jungen bis hin zu den Gymnasien, Real-, Haupt-, Wirtschafts- und Grundschulen unserer heutigen Zeit. So werden auch verschiedene Jugendszenen der jeweiligen Zeit in der Vergangenheit Erlangens genauer beleuchtet (z.B. die „Punker-Szene). Es wurde ebenfalls darauf geachtet, dass die Jugendlichen nicht nur vom Museum dargestellt werden, sondern dass diese auch die Möglichkeit haben, um sich selbst zu präsentieren. Aus diesem Grund wurde ein Teil der vorhandenen Ausstellungsfläche für ein Projekt mit einigen Schulen Erlangens freigehalten. Diese Fläche wurde in vier ähnlich große Teile unterteilt. Es wurde jen eine Grund-, eine Haupt-, eine Realschule und ein Gymnasium gefragt, ob Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum besteht. Aus diesem Anlass kam es zu der Kooperation zwischen dem GFE und dem Stadtmuseum Erlangen:

Ende des Jahres 2009 wurde das Gymnasium Fridericianum Erlangen gefragt, ob Interesse an einer Teilnahme an besagter Ausstellung bestehe. Nachdem Herr Hammer der Teilnahme zugesagt und Herrn Wagner mit der Umsetzung beauftragt hat, hatte dieser die Idee, dass die Organisation einer Ausstellung auch ein interessantes Facharbeitsthema in einem Sozialkunde-Geschichte-Leistungskurs sein könnte.

Im Januar 2010 begann dann die Ideen- und Konzeptfindungsphase mit einigen Informationsveranstaltungen seitens des Museums bezüglich der örtlichen Gegebenheiten und aller anderen Rahmenbedingungen, auch die Anforderungen, Vorstellungen und Erwartungen an die Schulbeteiligung wurden dort geklärt. Im Anschluss daran begann die Umsetzung der verschiedenen Projekte:

Ein Teil der Ausstellung wurde von Herrn Mages im Rahmen des Digitalphotografie Wahlkurses der 11. Klasse organisiert und erarbeitet.
Ein ca. 20 Minuten langes Video wurde von den Schülern des Sozialkunde-Geschichte-Leistungskurses der K12 und dem Politik- und Zeitgeschichte Wahlkurses der 9. Jahrgangsstufe unter der Leitung von Herrn Wagner erstellt. Das Thema des Videos ist „Die moderne Familie“. Hier sind in Arbeitsgruppen von je vier Schülern Beiträge von ungefähr fünf Minuten Länge entstanden. Mit Hilfe des Video-Amateurfilm-Clubs Erlangen wurden drei Arbeitsgruppen auf Video aufgenommen, das Material geschnitten und fertig zusammengesetzt.

Den letzten Teil der Ausstellung füllt die Auswertung einer Umfrage, welche ich in den Oberstufen des Ohm-Gymnasiums und des Gymnasium Fridericianum durchgeführt habe. Dabei wurden 106 Schüler über ihre persönliche Sicht auf das G8 und über ihre eigenen Zukunfts- und Familienpläne befragt. Die Auswertung dieses Materials ist auf insgesamt sechs großen Texttafeln im Museum zu sehen, wobei sich jede einzelne Tafel mit einer anderen Fragestellung beschäftigt.
Die Organisation all dieser Inhalte beanspruchte die Zeit zwischen Februar und Ende Juli. Die Ausstellung ist nun noch bis Anfang Februar 2011 im Stadtmuseum Erlangen zu besichtigen, bevor diese durch die neue Jahresausstellung ersetzt werden wird.                    Jonas Börnicke, Sk/G LK K13

Zeitzeugen am GFE

hr2Freitag, 22.05.09: Hans Rosenfeld, *1926, 1937 nach Argentinien emigriert, erzählt von seinen Kindheitserlebnissen unter dem national-sozialistischen Regime; weitere Schwerpunkte sind das gedankenlose Mitläufertum sowie die Versöhnung unter den Völkern (Herr Rosenfeld kommt jährlich 2x nach Deutschland, um an weiter-führenden Schulen Vorträge zu halten und mit jungen Menschen zu sprechen).

hr1„ Es ist oft schwer, Rache und Hassgefühle zu überwinden; aber dieselben in sich selbst aufzuspeichern bringt nur, dass derjenige all dies nachträgt und sich nicht versöhnen kann oder will.
Das ist eine Belastung für die freie Entwicklung der eigenen Persönlichkeit.
Wir dürfen niemals vergessen, aber auch nicht nachtragen. Erinnerungen sind äußerst wichtig und wir müssen davon lernen, dass damit etwas Positives erreicht oder erschaffen wird.“ - Hans Rosenfeld

 

Sozialkunde-Exkursion der 10. Klassen am 13. Mai 2009
zur Münchner Staatskanzlei ("Lernort Staatsregierung")

Am Mittwoch, den 13. Mai 2009, starteten die Klassen 10a und b um 6:30 Uhr am Fridericianum. Die 10b besuchte mit Herrn Krebs das Justizministerium, die 10a mit Herrn Hammer die Staatskanzlei für Bundes- und Europa-Angelegenheiten.

Als unsere Klasse 10a in München angekommen war, trafen wir vor dem Gebäude der Staatskanzlei auf Herrn Andreas Kolitsch, dem Leiter des Projekts "Lernort Staatsregierung" der bayrischen Landeszentrale für politische Bildung, der uns den ganzen Tag über in der Staatskanzlei begleiten sollte. Nachdem wir eine Weile mit ihm durch das moderne Gebäude gelaufen waren, führte er uns in den Veranstaltungsraum der Staatskanzlei. Gegen 9:45 Uhr nahmen wir auf den sehr bequemen Stühlen, die vor den Tischen in Hufeisenform angeordnet waren, Platz. Zur Freude aller wurden uns belegte Brötchen und Butterbrezeln gereicht. Während wir unsere hungrigen Bäuche füllten, stellten sich der Ministerialdirektor Martin Neubauer als Amtschef für Bundes- und Europa-Agelegenheiten und Herr Kolitsch als der Regierungsdirektor vor. Gemeinsam mit ein paar anderen Mitarbeitern begrüßten sie uns freundlich. Daraufhin begann Herr Kolitsch mit seinem Vortrag über die Aufgaben und den Aufbau der Bayerischen Staatskanzlei. Diesen gestaltete er durch seine humorvolle Art und sein Interesse an unseren Ideen und Fragen sehr interessant und aufschlussreich. Außerdem zeigte er uns mithilfe eines Overhead-Projektors einige Abbildungen von Mitarbeitern in verschiedenen Bereichen und Positionen, unter anderem mit Horst Seehofer. Im weiteren Verlauf erhielten wir einige Informationen über die bilaterale Zusammenarbeit und die internationalen Beziehungen Bayerns vom Regierungsdirektor Dr. Rupert Pritzl. Dieser zeigte uns einen Imagefilm über Bayern, in dem sowohl auf die wirtschaftlichen und politischen Vorzüge und die fortschrittliche Technologie verwiesen wurde, als auch auf das gute Bier. Nach dem amüsanten Video gab es schließlich um 13:00 Uhr Mittagessen.

Der Speisesaal ist ein geräumiger Saal mit großflächigen Fenstern. die dem Raum durch seine Helligkeit eine gemütliche Atmosphäre verleihen. Da wir von der Staatskanzlei freundlicherweise zum Mittagessen eingeladen worden waren, hatten wir den Luxus, zwischen Fischfilet, Pasta und Schweinebraten mit Kloß zu wählen und uns zusätzlich noch mit verschiedensten Schokoriegeln, Softdrinks, Kuchen und anderen Leckereien zu versorgen. Als wir nach der ausgiebigen Mittagspause um 14:00 erneut im Veranstaltungsraum platz nahmen, stellte sich uns der Oberregierungsrat Herr Dr. Armin Hartmuth vor, der uns von der Entwicklung des modernen Bayern berichtete, wobei wir Schüler selbst aktiv wurden, indem wir aktuelle politische und wirtschaftliche Fragen in Gruppenarbeit diskutierten und unsere Ideen schließlich präsentierten. Zur Begeisterung aller war deutlich erkennbar, wie groß das Interesse von Herrn Kolitsch und Dr. Hartmuth an unseren politischen Ansichten war. Dies begeisterte uns, da wir trotz unseres jugendlichen Alters ernst genommen wurden und unsere Argumentation zu politischen Themen von Herrn Kolitsch als sehr beeindruckend angesehen wurde. Aufgrund dessen berichtete uns Herr Koltisch von einem Planspiel in Berlin, das für 2010 vorgesehen ist, und lud uns herzlich zur Teilnahme daran ein.

Nach unserer Gruppenarbeit folgte eine Führung durch die Räumlichkeiten der Staatskanzlei und das Außengelände. Wir besuchten unter anderem den Sitzungssaal, in dem Horst Seehofer und sein Kabinett an diesem Tag leider nicht tagten. Außerdem betrachteten wir zwei Kunstwerke, die in der Kanzlei aufgebaut wurden. Eines davon waren beispielsweise unbefestigte, etwa ein Meter hohe Eisenkugeln, die durch ein oberhalb des Kunstwerks befestigtes Gerät mit magnetischen Kräften nach jeder Zeitspanne bewegt wurden und somit mehrmals am Tag ihre Position veränderten. Auf dem Außengelände zeigte uns Herr Kolitsch auf der Grünfläche vor dem Gebäude ein Grabmahl eines im zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten und erklärte uns die baulichen Veränderungen des Gebäudes in den letzten Jahrzehnten.

Nach der Verabschiedung stiegen wir wieder in unseren Bus ein und fuhren beeindruckt von den Erlebnissen des Tages und den interessanten Informationen aus den einzelnen Vorträgen nach Erlangen zurück.

Luise Spangher, Klasse 10a

Schülerexkursion der 9ten Klassen nach Dachau ins Konzentrationslager

Krematorium Patricia Petersen 9b
Nach einer zweistündigen Busfahrt der drei neunten Klassen, auf der wir in verschiedene Gruppen zur späteren Besichtigung eingeteilt worden waren, kamen wir auf einem Parkplatz in der Nähe des Konzentrationslagers in Dachau an. Wir liefen zusammen zum großen Eingangstor, an dem wir auf den zynischen Slogan ‚Arbeit macht Frei’ der KZs an der Eingangstür aufmerksam gemacht wurden. Dieser Spruch diente zur Verspottung der Juden, weil diese nicht durch Arbeit frei werden konnten, sondern sich zu Tode schufteten. Mit mulmigem Gefühl im Magen wurden wir auf einen riesigen Platz geführt, wo uns Hr. Rex den Ablauf des Tages erklärte: Wir sollten uns zuerst das Museum im Wirtschaftsgebäude - von dem wir später erfuhren, dass die Gefangenen dort aßen und selektiert wurden - besuchen und danach einen Film über das Arbeitslager in Dachau anschauen. Anschließend würden wir in Gruppen eine Führung mit einem Experten des Effner-Gymnasiums in Dachau durch das KZ machen.

Wir gingen daraufhin durch das Museum, in dem viele Informations-Tafeln mit Karten, Wahlplakaten und Tabellen über die Weimarer Republik, über den ersten Weltkrieg, die Wirtschaftskrise, ein Miniaturarbeitslager, Zeitungsausschnitte und ein Prügelbock (auf den „aufsässige“ Gefangene geschnallt wurden, um dort verprügelt zu werden) ausgestellt waren.

Nach diesen ersten Eindrücken kamen wir in einen Saal mit einer großen Leinwand, in dem wir einen Film, der die wesentlichen Informationen zur Geschichte des Konzentrationslagers zusammenfasste, was es uns dann leichter machte, die darauf folgende Führung zu verfolgen. Als der Film nach einer halben Stunde zu Ende war, versammelten wir uns etwas erschüttert wieder auf dem großen Platz und warteten auf den Anfang der Führung. Nach einer kurzen Verzögerung lief unsere Gruppe durch das Eingangstor nach draußen und wir versammelten uns am ersten Standpunkt, wo unsere Führung begann.


Der Führer begann uns erst ein bisschen Allgemeinwissen zu erklären: Das KZ war das erste seiner Art, der Prototyp sozusagen, zunächst für 6000 Menschen, aus denen dann aber am Ende 32000 wurden. Eine Zelle war für 60 Mann geplant, in der Mitte des Krieges waren es 100-200 pro Zelle, und am Ende 400-500. Das Arbeitslager war auch eine Schule für SS-Männer. Das Ende des Lagers kam dann Ende April 1945. In das KZ, auch das rote Lager genannt, kamen nicht nur Juden (nur ¼), sondern auch alle, die sich den Prinzipien Hitlers widersetzten. Sozialdemokraten, Kommunisten, aber auch Asoziale, Zigeuner, Homosexuelle, Bibelforscher, die nicht dem Bild des Ariers entsprachen und Österreicher, Tschechen, Polen, Franzosen und Russen. Diese alle bekamen verschiedene Winkel (Juden= Stern) bei der Selektion. Sogar den Kindern wurde früher mit Dachau gedroht und jeder sollte wissen, dass das Arbeitslager ein Ort des Schreckens war.

Es gab auch ein Frauenlager, das aber räumlich getrennt vom Männerlager war; die Frauen mussten dort genauso hart schuften wie die Männer.

Tor Dachau Patricia Petersen 9b
Danach erzählte der Führer vom Anfang des „Aufenthaltes“ eines jeden Gefangenen in Dachau: Nachdem die verschreckten Menschen mit einem Zug in die Nähe
des Lagers gebracht worden waren, wurden sie durch eine Gasse von SS-Männern getrieben, und wurden so in einer Art Spießrutenlauf (Aufseher stachen mit Lanzen jeden, der in ihrer Reichweite war und hetzten die Menschen-Menge so in Richtung Eingang) zum Eingangstor geleitet. Der Appellplatz war die nächste Hürde, die zu bewältigen war, denn dort mussten viele tagelang stehen, ohne irgendetwas zu essen zu bekommen. Danach mussten alle Gefangenen in das Wirtschaftsgebäude und wurden dort selektiert.

Nach diesem Anfang gingen wir an eine Tür an der Hinterseite des Wirtschaftgebäudes, hinter der der Schubraum und die Affekten-kammer waren; dort wurden sie ihrer Kleidung, Wertsachen und Haare (für Perücken und Körbe, Personalität wird genommen, Juden hatten lange Locken und Bärte, Hygiene) entmächtigt und mussten dann völlig nackt und kahl geschoren duschen. Dies diente auch zur Schikanierung und Demütigung; viele waren suizidgefährdet und wollten sich in den Stromzaun werfen oder sich durch den Strick töten, weil sie nicht wussten, wie lange sie noch leben würden und was mit ihnen geschehen würde.

Anschließend gingen wir in die Bunker, die so zu sagen ein Gefängnis im Gefängnis waren. Sobald jemand gegen irgendeine belanglose Kleinigkeit verstieß, drohten ihm ‚der Baum’ (es wurden einem die Arme hinterm Rücken verbunden und danach die Hände mit Ketten an einen Baum oder Betonpfahl gebunden, so kugelten die Schultergelenke aus), Bock oder Bunker. Dies war auch eine extreme psychische Belastung für jeden Gefangenen, weil jeder mit der Tatsache, gleich bestraft zu werden, arbeiten musste.
Im Bunker gab es verschiedene Zellen. Es gab normale Zellen mit Heizung und Pritsche,
aber auch den Stehbunker, in dem man dreißig Wochen in einem Raum, der so breit war wie der Körper, stehen musste und nur sich nur hinlegen durfte, um den Kreislauf zu stabilisieren. Das führte zu Muskelschwund und Kreislaufproblemen. Dann gab es noch Dunkelzellen, in denen man völlig der Dunkelheit ausgeliefert war. Wir sahen uns daraufhin die Zellen an und entdeckten in einer Zelle, in Einzelhaft, die Gedenktafel für Georg Elser, einen Kunstschreiner, der festgehalten wurde, weil er 1939 ein Attentat auf Hitler 1939 verübt hatte.

Wir liefen, nach diesem grausamen Einblick in die Bestrafungs-Methoden, zum Krematorium, in das 1940 zwei Öfen gebaut wurden. Sobald jemand erschossen, unter der Belastung, oder an einer Krankheit gestorben war, wurde er entweder zu seiner Familie versiegelt geschickt, vergraben oder verbrannt. Die Asche, die beim Verbrennen entstand, wurde entweder an die Familien geschickt, oder im Gelände zerstreut. Als zu viele Menschen am Ende des Krieges verbrannt werden mussten, wurden weitere zwei Öfen gebaut.
Es gab auch eine Gaskammer, die in Betrieb hätte gesetzt werden können, aber nie benutzt wurde. Es hätten mehr als 150 Menschen dorthinein gepasst. In Auschwitz wurden die Menschen bis zum Schluss getäuscht, bevor sie an Zyklon B erstickten und umkamen. Bevor die Gefangenen in die Gaskammern geschickt wurden, wurden sie von SS-Männern kontrolliert, damit diese nach der Vergasung wussten, ob jene Geld oder Wertgegenstände bei sich trugen. Sie wurden sogar markiert, um die Menschen mit Geld danach in den Massen wieder zu finden. Manchen wurden sogar die Därme aufgeschlitzt, um zu sehen, ob sie Geld verschluckt hatten. Diese Massentötung erinnert an einen Schlachthof oder eine Fabrik. Es gab auch Abflüsse in den Gaskammern, nicht nur um vorzugaukeln, dass gleich Wasser dort abfließen würde, sondern auch damit das Blut abfließen konnte.

Nachdem wir so viel Schockierendes gehört und gesehen hatten, liefen wir zu den Baracken, in denen Betten so nachkonstruiert worden waren, wie sie zu Zeiten des KZs ausgesehen hatten. 1944 kam es zur völligen Überfüllung der Baracken, die Betten wurden immer enger und immer mehr Leute mussten in einem Bett gestapelt schlafen. Alles ähnelte sehr einem überfüllten Schweinestall. Das Schlimmste war nicht etwa die Lautstärke oder der Geruch der Menschen sondern die Angst, die in jedem steckte.
Die Arbeiter wurden die ganze Zeit durch Bettenmachen oder Duschen schikaniert und gedemütigt. Sobald jemand einen Fehler machte, wurde er durch Baum, Bock, oder Bunker bestraft. Die Leute hatten nicht davor Angst dort zu sein, sondern sie hatten Angst vor der Strafe, obwohl nicht alle bestraft wurden.

Wir fuhren alle mit den Bussen wieder Heim und mussten all das Schreckliche, was wir gehört hatten, erst einmal verdauen. Wir hatten einen tieferen Einblick in Arbeitslager und generell den zweiten Weltkrieg bekommen als nie zuvor. Viele waren von der Brutalität und der Grausamkeit der Nazis schockiert. Dieser Ausflug war eine bleibende Erfahrung.

 Johanna Bartenstein, Klasse 9B

Pol&iS (Politik & internationale Sicherheit)
Was man sich genau darunter vorstellen kann, wussten wir noch nicht, als wir am 16.1. mit dem Wahlkurs „Politik & Zeitgeschichte“ und einer K13 des Hans-Sachs-Gymnasiums Nürnberg zu dem Simulationsspiel in die Jugendherberge Burg Wernfels aufbrachen. Dort angekommen führten uns zwei Jugendoffiziere der Bundeswehr in dieses komplexe Spiel ein und verteilten die Rollen (Regierungschefs, Wirtschaftsminister, Staatsminister in den jeweiligen Weltregionen, dazu Weltbank, Presse, Greenpeace, amnesty international). Die Hauptaufgabe des Spiels ist es den Schülern die Möglichkeit zu bieten, konkret „Politiker(in) zu sein“ und die Auswirkungen von politischen Entscheidungen auf die internationale Politik und deren Komplexität zu begreifen. Das Spiel ist in „Polis-Jahre“ unterteilt und verändert sich von Jahr zu Jahr durch die gegebenen Rahmenbedingungen, auf die die Staaten eingehen müssen.
Nachdem dies alles erklärt und geklärt worden war, fing das erste Jahr an.
Insgesamt gab es in unserem Fall vier davon, ein fünftes Jahr wäre gut gewesen, da die Spieler das Spiel erst sukzessive „durchstiegen“ haben.
Insgesamt waren es drei fordernde und fördernde Tage, wobei wir als Presse in alle weltpolitischen Aktionen Einblick hatten, aber auch viele Gerüchte in die Welt gesetzt haben.
Neben dem Pflichtprogramm hatte man am Abend viel Spaß. Mit den älteren Nürnbergern konnte man seine am Tag errungenen Erfolge gut feiern.
Dieser Ausflug war eine einzigartige Erfahrung, die man nur weiter empfehlen kann.

Alina Jopp, Johanna Ohlmann, 10b

Ministerien sehen und verstehen:
Besuch im Staatsministerium für Unterricht und Kultus und dem Staatsministerium für Finanzen der 10. Klassen am Donnerstag, den 8. Mai 2008
Wir, die 10. Klassen, waren am Donnerstag, 8. Mai 2008 auf einer Exkursion in München. Dort wurde uns im Staatsministerium für Unterricht und Kultus und dem Staatsministerium für Finanzen die Arbeit eines Ministers und seines Ministeriums näher gebracht.
Am Morgen wurden die Klassen um 9.45 Uhr am jeweiligen Ministerium begrüßt und bekamen eine leckere Brotzeit, um gut in den Tag starten zu können. Anschließend stellte Frau Deiß zwischen 10 und 11 Uhr der 10b den Aufbau des Kultusministeriums vor, während Herr Manhard ein paar Straßen weiter der 10a eine Übersicht über das Finanzministerium gab. Neben Informationen über die einzelnen Abteilungen eines Ministeriums bekamen wir auch einen Einblick in ihre vielfältigen Aufgaben.
Nach dieser Vorstellung hatte die 10b die Möglichkeit, mit dem Amtschef des Kultusministeriums, Herrn Ministerialdirektor Berhard, über allgemeine Fragen des Gymnasiums zu diskutieren. Hierfür hatte die Klasse bereits im Vorfeld einige Leitfragen überlegt und dem Ministerium zukommen lassen. Es wurde angeregt über das G8, das dreigliedrige, weiterführende Schulsystem, die PISA-Tests und die nahende Kollegstufe diskutiert. Herr Berhard gab uns sehr konkrete und gute Erklärungen zu unseren Fragen und half uns, die Überlegungen hinter den Beschlüssen des Ministeriums zu verstehen. (Eine ähnliche Diskussion führte die 10a zum Thema Finanzen.) Danach durfte die 10b ins Büro des Staatssekretärs Herrn Sibler, dem Stellvertreter des Ministers. Dort empfing uns Herr Marreis, der Vertreter des Staatssekretärs, und sprach mit uns über den stressigen Alltag eines Staatssekretärs und dessen geringe Freizeit.
Den Weg zum Mittagessen nutze Frau Deiß für eine kleine Führung durch das Ministerium.
Um 14 Uhr folgte noch eine Einheit von Frau Deiß zum bayerischen Regierungs-system, welche eine perfekte Ergänzung zu unserem Schulstoff im Fach Sozialkunde war, da wir hier gerade die Bundesregierung behandelten. Mit diesem Wissen über unsere Regierung gerüstet, liefen wir um 14.45 Uhr Richtung Staatskanzlei, wo wir von 15 bis 16 Uhr das imposante Bauwerk bewundern durften. Doch nicht die Außenansicht, sondern das „Allerheiligste“, der Kabinettssaal, war unser Ziel. Wir Schüler durften am Kabinettstisch Platz nehmen, während Frau Deiß die von uns gewählten Positionen erklärte.
Nach diesem ereignisreichen Tag brachte uns der Bus wieder wohlbehalten nach Erlangen zurück.
Wir bedanken uns bei der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, insbesondere bei Frau Deiß und Herrn Marhard, dem Kultusministerium und dem Finanzministerium für die Ermöglichung dieses interessanten und informativen Tages. Wir konnten viel aus München mitnehmen.
Maximilian Grimmeiß, Florian Murphy 10b

 Die Fachschaften

  Latein

  Biologie

  Chemie

  Deutsch

  Spanisch

  Mathematik

  Informatik

  Englisch

  Natur und Technik

  Physik

  Geographie

  Geschichte

  Religion

  Ethik

  Kunst

  Musik

  Sport

  Griechisch

Gymnasium Fridericianum
Sebaldusstraße 37
91058 Erlangen
Telefon 09131-34106
Telefax 09131-34560

E-Mail E-Mail senden